kleiner Rückschlag / die Kupplung

Nun habe ich doch mal den Motor angepackt und angefangen ihn zu öffnen. Das hatte ich 2016 schon mal erledigt. Damals allerdinge etwas rustikal, denn ich hatte auf ein passendes Werkzeug zum Gegenhalten des Kupplungskorbes verzichtet, der ist dann dabei auch leider gerissen.  Lehrgeld bezahlt und ein Werkzeug besorgt. Den Korb habe ich vom Primärantrieb befreit, schweißen lassen und wieder neu vernietet. Doch nun hat sich gezeigt, dass das nicht hält und bevor der Korb bei Drehzahl auseinader fliegt brauche ich Ersatz. So kann es nicht bleiben. Nun hoffe ich, dass aus der aktiven XS Gemeinde jemand einen Korb abgeben kann…

Vergaser

Was kann man schön abends in der warmen Wohnung erledigen? Richtig! Das Vergaserpärchen ist nun (fast) einbaufertig. Leider hat sich ein Gewinde zur Befestigung der Schwimmerkammer verabschiedet. Da muß dann eine längere Schraube mit hintergesetzter Mutter ran. Das ist die Simpel-Methode. Um auf M5 zu erweitern ist leider nicht genug Platz für den größeren Schraubenkopf. Der Königsweg ist sicher eine Gewindereparatur mit einem Einsatz wie Helicoil oder ähnlich. Vielleicht später mal, jetzt liegt noch zu viel vor mir.

Neue Benzinschläuche und Klemmen, neue Schwimmerkammerdichtung und sonst nur Prüfen und Reinigen mit Zahlbürste, Bremsenreiniger, Backpulver und natürlich Druckluft. OK, war doch mal in der Garage… Hatte auch schon im November überlegt mir ein ordentliches Ultraschallbad zuzulegen. Hab ich aber verworfen. Drosselklappenwelle hat noch nicht zu viel Spiel und die Dichtringe sind vor zwei Jahren schon erneuert worden. Membrane sind auch noch dicht.

Dann noch Grundeinstellung der Leerlaufgemischschraube und der Drosselklappen. Nun fehlen noch die Überlaufschläuche, hatte leider den falschen Durchmesser besorgt…

Schutzblech und Elektrik

Bei leichten Plusgraden ging es am Wochenende weiter. Doch mehr als ein paar wenige Stündchen sind es nicht geworden…

Wenn man weit genug weg steht sieht das hinter Schutzblech nach der Montage gut aus.

 

Die Details zeigen leider anderes. Zwei minimale Dellen sind ja nicht so tragisch, doch mitten auf dem Teil ist ein Loch, welches wohl für die Befestigung der ursprüngliche Version des Rücklichtes diente. Bei meiner XS hat das Loch keine Funktion. Dafür ist es aber mit einigen Schwingungsrissen gespickt. Das lässt sich nur mit einer großen Unterlegscheibe ungenügend kaschieren und weiteres Einreißen verhindern. Da das Blech auf der Unterseite großflächig verrostet ist, wird auch hier nur ein Austausch gegen ein besseres Teil helfen. Da darf dann auch direkt der Rücklichthalter erneuert werden, denn auch dieses Teil ist zerfressen. Für jetzt darf beides erstmal nach grober Verschönerung bleiben.

Besser lief es bei der Elektrik. Hier war nach dem Anbau der Lenkerschalter die größte Aufgabe  die weiteren Kabel in die Lampe einzuführen. Da war es ordentlich eng und ich konnte mir nur mit dem wiederholten Abbau der Amaturen genug Platz schaffen. Dabei wollte ich gleich auch den neuen Gummidämpferring zwischen Tacho und Becher installieren. Das ist schief gegangen. Das nachgefertigte Teil ist nicht maßhaltig und passt leider nicht. Nun ist der alte Ring wieder drin. Für die DZM-Seite hatte ich ein gutes originales Gummi einer XS750 ergattert, welches passt.  Zum Schluss habe ich den Batteriekasten mit einem Massekabel „geerdet“,  alle Steckverbindungen in der Lampe geschlossen und einen neuen Sicherungsträger montiert.

Nun muss bald der Motor auf den Tisch…

 

Auszeit

Im Moment ruhen die Arbeiten etwas auf Grund der niedrigen Temperaturen in meiner Werkstatt. Doch kleine Erfolge sind erwähnenswert. Die Dekorelemente für die Tanklackierung sind geliefert worden sowie der Gummiring für den Tachometer. Ein paar unbedeutenden Kleinigkeiten waren auch noch dabei. Tank und die Seitendeckel sind nun beim Lackierer, der vorraussichtlich 2-3 Wochen für die Arbeiten benötigt.

Die nächsten großen Aufgaben sind die Elektrik wieder auf Schwung bringen und natürlich auch der Motor. Der ist zwar technisch ok doch die Oberflächen sehen nicht schön aus…

Lackierarbeiten

Tank und Seitendeckel brauchen auch eine Schönheitskur. Ein Deckel hat eine Beule und der andere ist total ausgeblichen und schrumpelig. Der Tank hat eine kleine Beschädigung an einer Falz, der Lack ist rissig und vom Benzin ausgeblichen. Das hat mit Patina nichts zu tun und sieht nur ranzig aus. Doch einen Lackierbetrieb zu finden, der sich dieser Aufgabe annimmt war nicht einfach. Die Betriebe, die ich angesprochen hatte waren vertraut mit Restaurationen. Doch die genannten Preise waren mir einfach zu hoch. Viel Handarbeit gepaart mit Sachkenntnis kostet seinen Preis und ist nicht billig zu kriegen, schon klar. Ein Forumskollege hatte mir einen Betrieb etwas außerhalb genannt. Da gab es Top Qualität zu fairem Kurs. Das war meine Backup Lösung.

Doch nun bleiben die Teile in Wuppertal. Habe noch einen Restaurationsbetrieb in meiner Nähe gefunden und heute besucht, der wird es machen. Da standen zwei Maserati Khamsin aus den 70ern, eine Corvette C1 und ein MGB rum, hat irgendwie Vertrauen ausgestrahlt.

Wird sicher etwas dauern, bis das Ergebnis präsentiert werden kann. Muss mir jetzt erst mal die Dekoraufkleber schicken lassen…

 

 

Armaturen 2

Kleiner Nachtrag zu den Armaturen. Die Metallränder waren mir nicht mehr schön genug. Die Ringe sind aus Alu, abschleifen und polieren wäre eine Option. Ich habe mich allerdings für mattschwarz lackieren entschieden. So ist es auch im Original. Dazu war genaues Abkleben und Anschleifen erforderlich. Obwohl der noch auszutauschende Gimmidämpferring noch nicht da ist, juckte mir es doch zu sehr in den Fingern und habe die Armaturen testweise angeschraubt…

 

Hinterrad 2

Heute früh noch den Reifen montiert, dabei natürlich auch auf die Laufrichtung und den gelben Punkt geachtet. Beim Aufziehen des Vorderades habe ich noch solche Plastikdinger als Schutz für das Felgenhorn benutzt. Das habe ich als krampfig empfunden. Die Teile über´s Horn ziehen und nach Bedarf verschieben ging nicht wirklich gut. Natürlich kann man mit den Schützern dann mit den Montiereisen ordentlich „wüten“. Beim Hinterrad habe ich auf die Dinger verzichtet. Mit ordentlichen Montiereisen ohne scharfe Grate oder Kanten geht das mit etwas Vorsicht auch ohne Beschädigungen an der Alufelge. Kann sein, dass zur Demontage die Schützer hilfreicher sind…

Vor dem Auswuchten kommt noch die Ventilkappe drauf… Auch die Bremsplatte ist fertig.

Hinterrad

Nun war es soweit: ein kleiner Schritt für die Menschheit, ein großer Schritt für meine XS. Die Felge ist nun poliert und das Hinterrad konnte eingespeicht werden.  Das mit den Nirosta Dickendspeichen ging nach der Bearbeitung von Nabe und Felge recht gut, leider hatte ich mich beim Einspeichen einmal vergriffen und eine Außenspeiche (größerer Biegewinkel des Kopfes) innen eingesetzt. Habe ich erst gemerkt, als am Schluß eine Außenspeiche fehlte und eine Innespeiche übrig war. Naja, Speiche suchen, „befreien“ und ersetzen. Konzentration bitte! Natürlich ist das Einspeichen in der warmen Wohnung angenehmer als in der Garage… Nächster Step ist dann das Zentrieren.

By the way, „One small step for man…“. 1969 fand die erste bemannte Mondlandung statt und ein paar Monate später wurde die XS (damals als XS1) auf der Tokyo Motor Show vorgestellt; zwei wichtige 50 jährige Jubiläen…

so sah es vorher aus

Hinterradnabe 2

Nun ging es heute Abend mit der Nabe weiter. Sie ist jetzt fertig und wartet auf die Felge zum Einspeichen. Die Lager sind in der Nabe drin geblieben, diese hatte ich vor ein paar Jahren schon mal draußen, geprüft und neu gefettet. Diesmal reicht wie vorne die erneute Prüfung in eingebautem Zustand. Die der Kette abgewandte Seite war doch nicht so schön, sie hat mehr Pickel im Alu. Sieht aber so aus, als wenn das schon so im Neuzustand war. Für wirklich perfekt müsste beim Schleifen maschinell richtig Material abgetragen werden. Mit dem Ergebnis meiner „Lieblingsbeschäftigung“ bin ich dennoch ganz zufrieden. Bei der Felge wird es schwieriger…

Super ist, dass die Außenspeichen Abdrücke im Alukranz hinterlassen haben. Diese Markierungen erleichtern mir die Orientierung beim Einspeichen und hatten schon beim Senken der Löcher der Innenspeichen geholfen.