Zylinderkopf und Ventildeckel

Folgendes ist heute passiert:

  • Ventile von Ölkohle befreit und gereinigt
  • Ventile eingeschliffen
  • neue Ventilschaftabdichtungen eingesetzt
  • Ventile und Ventilfedern in Zylinderkopf eingebaut
  • Sichtkontrolle Kipphebel, Kipphebelwellen und Nockenwelle
  • Kipphebel in Ventildeckel eingebaut
  • Ventileinstellschrauben noch ohne Kugelköpfe eingeschraubt
  • beide Motorgehäuse zum Lackieren vorbereitet
  • diverse Motorteile überprüft, gereinigt und zum Einbau bereitgestellt
  • Blinkerschalter geöffnet, gereinigt und gangbar gemacht
  • Kaffee gekocht

 

Haus-aufgaben

Heute wäre ein schöner Tag für weiteres Schrauben an der XS gewesen. Doch die ersten milden Temperaturen des Jahres verlangten eine Rollladenreparatur und den Tausch von defekten Türklingeldrückern. Bei der Rolllade brachte die Alterung des Kondensators den Motor im Winter zum Erliegen, ein üblicher Fehler bei Somfy Motoren. Die Klingeln hatten Fehlfunktionen durch Korrosion der Mikroschalter. Hier gab es vom Hersteller eine verbesserte Version. Das durch DIY (do it yourself) gesparte Geld fließt natürlich ins Budget des XS Refresh. 🙂

Keine weiteren Details, nur ein paar Bilder dazu.

Motorteile und anderes

Zuerst das Andere:

Das mit den Stiften aus dem neuen Tankschloß hat natürlich nicht geklappt. Die sind etwas anders geformt und passen nicht. Also die alten Stifte „aufgearbeitet“ und das Zündschloss wieder zusammengesetzt.  Es ist weiter keine Schönheit, funktioniert aber wieder besser. Dann noch den Schließzylinder des neuen Tankdeckels gegen den alte Zylinder getauscht. Damit bleibt es bei nur einem Schlüssel für Zündung, Sitzbank und Tankdeckel. Da ich zur Montage des Zündschlosses die Instrumente auch wieder in der Hand hatte, habe ich mich nochmal mit dem Gummiring beschäftigt, der zwischen dem Tacho (und DZM) und den Bechern montiert ist um die Vibrationen zu dämpfen. Wie bereits geschrieben habe ich einen neuen repro-Ring nicht eingesetzt bekommen, da er etwas zu dick ist. Mit mehr Geduld und Spüli habe ich ihn jetzt doch reingefriemelt. Sieht auch besser aus…

Nach dem Einsetzen der Zündspulen konnte ich die Elektrik unter Strom setzen; Funktionstest bestanden. Dann den Scheinwerfer eingesetzt, ich hoffe, nicht mehr an die Verkabelung ran zu müssen.

Nun ist auch bereits wieder Bremsflüssigleit im System. Fühlt sich aber noch weich an, ist wohl noch etwas Luft drin

 

Heute sind die Motorteile vom Strahler zurückgekommen. Der Zylinder ist dann doch mir Glasperlen gestrahlt worden, der Rest mit „Backpulver“. Alles wurde bereits mit warmem Wasser gründlich gespült und mit Druckluft ausgeblasen. Die Bilder schönen etwas, doch es sieht alles gut aus… Der nächste Step vor der Montage ist das Lackieren der beiden Gehäuseteile mit 2K Motorklarlack…

Aus der Schweiz sind gestern die überarbeiteten Ventileinstellschrauben eingetroffen.

 

 

Zündschloss

Seit ich das Motorrad habe ist das Zündschloss ausgenudelt. Da hat wohl früher jemand mal versucht mit einem Schraubenzieher zu starten. 😉 Hab´s nochmal abgebaut und geöffnet. -> Messingstifte sind verbogen und müssen gerichtet werden. Auch die Blende mit dem Schlitz für den Schlüssel braucht eine „Behandlung“. Da ich einen neuen Tankdeckel aus vermutlich taiwanesischer Nachfertigung inkl. Schloss habe, kann ich davon vielleicht die Stifte übernehmen, wenn der Aufbau gleich ist. Der Tankdeckel bekommt eh den original Schließzylinder. Morgen weiß ich mehr…

Innenleben des Motors

Nun kommen ja bald die Gehäuseteile wieder zurück. Da sollte man vorbereitet sein. So habe ich die Innereien des Motors In Augenschein genommen. Kurbelwellenlager, Pleuellager und Getriebelager laufen leicht und spielfrei. Auch die Kolbenbolzen gehen saugend und spielfrei in die Pleuelaugen. Es gibt auch kein Karies an den Getrieberädern oder anderen Zahnrädern und der Verschleiß an den Schaltgabeln ist minimal. Da brauche ich nichts nachzumessen. Ein Blick in die Ölpumpe und das Zerlegen dieser brachte auch keine Überraschung. Damit der Motor auch innen schön ist habe ich die Kolben von der Ölkohle befreit . Sieht alles inkl. der Ringe tadellos aus. Stoßspiel mess´ ich, wenn die Zylinder wieder da sind. Auch beim Verschleißmaß der Kolben erwarte ich keine Überraschung. Alle Simmerringe werden bis auf den des Anlassers und den der Schaltstange weiter verwendet.

Die Betrachtung des Zylinderkopfes folgt später. Aber auch hier war bei der Demontage nichts aufgefallen. Nockenwelle und Kipphebel sahen gut aus.

Ab zum Strahler

Eben sind die Motorenteile im Strahlbetrieb gelandet. Pflichtprogramm ist das Entlacken des Gehäuseoberteils. Das kann ich mit „Haus- , bzw. Garagenmitteln“ nicht anständig hinkriegen. Das zu verwendende Strahlmittel ist, wie schon geschrieben, Natriumhydrogencarbonat. Damit sollte der Lack runter gehen ohne die Aluoberfläche zu verändern. Gehäuseunterteil sowie Zylinderkopf und Ventildeckel werden auch damit gestrahlt um eine saubere und gleichmäßige Oberfläche zu erreichen. Der Zylinder hingegen ist wohl aus einer anderen Legierung und mit der Zeit fies dunkel angelaufen. Hier hat der Strahler die Freigabe erhalten auch Glasperlen einzusetzen, wenn die Backpulvervariante nicht den aufhellenden Erfolg bringt. Der Zylinder ist problemlos von den „bösen“ Glasperlen zu reinigen. Bei den anderen Teilen ist das nicht der Fall, deswegen gab es ein „Glasperlenverbot“. Reste dieses Strahlguts im Motor sorgen mit Sicherheit für einen ordentlichen Schaden, zumal die XS keinen Feinfilter im Ölkreislauf besitzt… Wer seinen Motor komplett mit Glasperlen strahlen lassen will sollte diesen leer zusammenbauen und komplett und vollständig abgedichtet zum Strahler bringen…

Übermorgen soll es fertig sein, bin mal gespannt…

Verschiedenes

Heute war mal etwas mehr Zeit und die Temperaturen gingen auch in Ordnung. Der Tag bestand im wesentlichen aus Reinigen der Gehäusehälften und anderer Motorteile. Das Entfernen der Dichtungsreste ist dabei meine „Lieblingsarbeit“. Als „Montageständer“ diente wieder eine Getränkekiste… Leider musste auch noch ein Gewinde für den Ölsumpfdeckel repariert werden. Hatte aber alles dafür am Start.

Dann habe ich noch den Rücklichtträger getauscht und (Achtung nicht original!!!) LED Miniblinker hinten montiert. Die Ochsenaugen sind vielleicht „cool“, sehen kann man die Dinger aber nur sehr eingeschränkt. Habe das zwar immer berücksichtigt und ab und zu auch mit Handzeichen unterstützt. Doch die Rückmeldungen zu den Ochsenaugen waren immer miserabel so dass ich mich zum Upgrade durchgerungen habe. Für die Montage musste ich mir einen basteln. Sie sollten auf jeden Fall wieder an den Originalplatz des Rücklichtträgers. Schöner wäre dezent etwas unterhalb der Sitzbankt. Allerdings ist das mit Gepäck nicht zu machen. In ein auf Maß abgelängtes Alurohr M8 Gewinde geschnitten und in Gummi in den Rücklichtträger geschoben. Die Blinker konnten dann eingeschraubt werden. Das Alurohr brauchte aber noch einen Ausgang für die Verkabelung.

Da der Anlasser mit dem modifizierten Freilauf wieder öfter eingesetzt werden wird habe ich den E-Motor geöffnet und geprüft. Außer reinigen war da nichts weiter nötig.

Motor update

Der Anfangsgedanke des Neuaufbaus war nicht das Erreichen des Neuzustandes. Das muss ich mir hier und da nochmal vor Augen führen, damit der Ergeiz nicht zu sehr steigt. Also nochmal ein Step zurück; der Motorblock darf seine etwas angegraute Oberfläche behalten. Manche nennen das dann Patina. Also kein Strahlen mit Glasperlen. Daduch sinkt auch das Risiko durch Reste dieses Strahlmittels einen Motorschaden zu erleiden. Die obere Hälft des Gehäuses ist allerdings lackiert und der Lack muss auf jeden Fall runter. Entweder ist der total vergilbt oder an anderen Stellen verschwunden. Leider wehrt sich der Lack gegen meine Abbeizversuche. Der Lack auf dem Motor ist recht resistent. Da wird dann doch einen Besuch beim Strahler meines Vertrauens nötig. Das Strahlmittel kann dann Natriumhydrogencarbonat (Backpulver) sein.

 

Dann kam heute der erworbene Rücklichtträger ins Haus. Leider ist der doch nicht so perfekt wie gehofft. Doch er ist auf jeden Fall um Längen besser als mein vorhandener…

 

 

Motor

Heute habe ich versucht mit allerlei Bürsten, Läppchen und Mittelchen das Motorgehäuse wieder schön hell zu kriegen. Leider hat das nicht das gewünschte Ergebnis gebracht. Also geht der ganze Kram dann doch zum Glasperlenstrahlen. Dafür flugs das Triebwerk zerlegt.

Update Kupplung / div.

Die Mitglieder im XS650 Forum sind aktiv und vor allem schnell. Ein Ersatzkupplungskorb liegt bereits bei mir auf dem Tisch, kam gerade zur Tür rein. 🙂 Es braucht allerdings noch etwas Arbeit, da ich den Antrieb von meinem Korb auf den neuen umbauen werde. Sonst kann es zu unschöner Geräuchkulisse kommen, wenn die beiden gerade verzahnten Räder sich nicht mögen. Jaulen oder singen wäre die Folge. Das muß nicht sein, kann aber.

Dann habe ich noch Zeit mit Recherche zum Thema original Lackierung verbracht. Auch da war das Forum eine gute Hilfe. Cardinal Red oder Brilliant Red, Basis Lack, Candy-Lasur, 2K Klarlack. Und wo gibt es den original Yamaha Farbton…? Alle Infos sind nun beim Lackierer und das geht auch weiter seinen Weg.

Ihr erinnert euch an den stark verrosteten Rücklichtträger? Dazu konnte ich preiswerten Ersatz finden.

Sieht so aus, ist aber noch nicht im Haus…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Der bisher noch fehlende transparente und benzinresistente Überlaufschlauch für die Mikuni BS38 Vergaser ist jetzt da.