Restarbeiten…

Was ist heute passiert?

  • Anlasserkabel neu verlegt (war dem Luftfilterkasten im Weg…)
  • Öl eingefüllt
  • Luftfiltergehäuse eingebaut und LuFis eingeschoben
  • neue Dichtstreifen auf Luftfilterdeckel geklebt und die Deckel montiert
  • Bremslichtschalter hinten wieder ausgebaut, geöffnet, gereinigt und Korrosion der Kontakte beseitigt (Schalter funktionierte unzuverlässig mit Aussetzern). Natürlich auch wieder eingebaut
  • LiMa Seitendeckel gereinigt und poliert
  • Ausrückmechanismus Kupplung zerlegt, gereinigt, gefettet, eingebaut und eingestellt
  • neuen Kupplungszug eingesetzt und Seitendeckel montiert
  • Schalthebel montiert
  • Drehzahlmesserwelle und Tachowelle neu geschmiert und montiert
  • Fußrasten vorne gereinigt und montiert
  • Bremsflüssigkeit aufgefüllt und Behälter verschlossen

Damit ihr nicht glaubt, dass alles glatt läuft zum Schluss noch zwei Fotos der Auspuffanlage. Die Tüten sind auf der Unterseite ordentlich verrostet. Gute gebrauchte Anlagen sind nicht zu kriegen. Es gibt eine „formidentisch“ Nachbauanlage aus Edelstahl. Die kostet ordentlich was. Meine Anlage funktioniert noch und muss bleiben. Ich werde sie weitgehend entrosten und versuche die Unterseite mit feuerfestem Klarlack (bis 800 Grad) zu versiegeln. Mal sehen, ob es klappt…

 

Es geht dem Ziel entgegen…

Nachdem der Anlasserfreilauf gestern nicht einspurte musste die Kupplung nochmal raus um den Freilauf wieder in die Finger zu kriegen. Der Haltebügel (unten rechts) war wohl etwas zu lose. Der Bügel hält das Ritzel fest, damit es sich auf der Schnecke bewegt und sich erst dreht, wenn es die Schnecke durchlaufen hat. Also etwas zusammengebogen und gut ist.

Dass dann auch noch das Starterrelais nicht mehr ansprach war wirklich keine große Sache. Der Anlasserknopf legt die Spannung über das Relais auf Masse. Der Knopf hat keine eigene Masseleitung und bekommt Masse über das Schaltergehäuse vom Lenker. Da hätt´ ich besser mal kein Hartwachs auf den Lenker gepappt…

Dann war der Stator der LiMa dran. Kohlen kontrolliert, gereinigt und die Kabelführung neu isoliert. Dann Anbau und Kabelverlegung inkl. Anschluss des Leerlaufschalters. Die Leerlaufkontrolllampe hat noch nie so hell geleuchtet, was bestimmt am Reinigen einiger Steckverbindungen liegt…

 

 

Damit waren jetzt die Voraussetzungen für die Kettenmontage geschaffen. Also neue Kette drauf, mit Kettenschloss versehen, Kettenritzel festgezogen (dafür Fußbremshebel montiert um mit der Bremse gegenzuhalten) und die Kette gespannt. Dabei muss direkt die Spur eingestellt werden da sich sonst später die Kettenspannung wieder ändert. Das Spureinstellen mache ich „klassisch“ mit Peilen über die Flucht rechts und links der Räder. Die Einstellskalen auf der Schwinge sind mir nicht genau genug, die haben immer leichte Abweichungen vom Optimum. Die Unterschiede sind exakt so groß, wie vor der Neueinspeichung der Räder…

Dann kam noch der Kettenschutz dran und auch die Steuerbox der elektronischen Zündung fand den Weg an ihren Platz. Da ging es sehr eng zu und die Motorhalterungen des Zylinderkopfes mussten, wie auch die (bereits installierte) Hupe, wieder ab. Das anschließende Einstellen der Zündung war noch nie so einfach. Das wird später bei laufendem Motor nochmal per Strobo-lampe kontrolliert und muss dann nie wieder gemacht werden. :_) Und weil´s so schön ist noch schnell die Vergaser aufgesteckt, den Unterdruckschlauch der Zündung angeschlossen und die neuen Schläuche der Kurbelgehäuseentlüftung montiert…

 

 

Motor ist drin…

Ja, dann ging es flott und der Motor ist nun drin. An einer Befestigung habe ich für guten Masseübergang von Motor zu Rahmen gesorgt. Habe schon von Masseproblemen bei komplett gepulvertem Rahmen gelesen…

Vielleicht muss ich nochmal die Kupplung abnehmen, da der neue verbesserte Anlasserfreilauf nicht richtig funktioniert und nur manchmal einspurt (war neugierig und habe direkt versucht elektrisch zu starten). Bin gerade etwas ratlos weil Fehlmontage kaum möglich ist; mal sehen…

…und nach ein paar Versuchen ging nichts mehr, noch nicht einmal ein Klack aus dem Relais. Strom ist noch da, also keine defekte Sicherung. Kann nur defekter Starterknopf sein (hab den in den letzten Jahren fast nie benutzt), defektes Relais oder irgendwo ein Kabel nicht zuverlässig aufgesteckt. Sicher nichts wildes.

Einbaufertig

Nachdem die Ventile eingestellt wurden stand die Montage von

  • Gehäuse Zündung,
  • elektronischer Zündung,
  • Zündungsdeckel,
  • Ventildeckeln,
  • hydraulischem Steuerkettenspanner,
  • Kurbelgehäuseentlüftung,
  • Ansaugstutzen,
  • Antriebsritzel,
  • Ölpumpenantrieb,
  • rechtem Seitendeckel,
  • und dem Kickstarter

an. Nun ist der Motor einbaufertig.

 

 

Zusammenbau Motor 2

Nun ging es weiter mit dem Triebwerk

  • Gehäuse geschlossen. Dafür musste leider der Anlasserfreilauf wieder raus weil der eine Gehäuseschraube abdeckt. Habe ich verpennt
  • Alle Gehäuseschrauben in der richtigen Reihenfolge festgezogen. Hatte kurz überlegt alle Gehäusemuttern zu erneuern. Doch die orginalen Schrauben sind M8 mit 12er Kopf. Sowas gibt´s wohl nur in Japan, ich habe die also nicht getauscht. Habe überall Edelstahlscheiben untergelegt. An einigen Stellen sind original Kupferscheiben drunter, die sich aber gerne plattquetschen und dann am Gewinde hängen. Edelstahl war bisher auch immer dicht. Allerdings ist die Edelstahlscheibe für die Gehäuseverschraubung am Anlasserfreilauf zu dick und die Schraube blockiert den Freilauf. Also musste da wieder die originale dünne Kuferscheibe druntern. Der Anlasser ist halt später in den Motor nachkonstruiert worden, deswegen wohl die Enge. Bei der Aktion habe ich dann leider die Schraube fallen gelassen und durch ein Loch ins Kurbelgehäuse versenkt. Zum Glück konnte ich nach Abbau der Sumpffilterplatte die Schraube erreichen und befreien. Naja, bisher lief´s ja glatt.
  • Anlasserfreilauf wieder montiert
  • Schaltwelle und Simmerring eingesetzt
  • Anlasserdeckel mit Antriebsräder montiert
  • Kickstarterwelle mit allem Zeugs eingesetzt
  • Kupplung montiert
  • Kolben, Kolbenbolzen + Splinte eingesetzt
  • Kolben mit Ringen in Zylinder gefriemelt und Zylinder aufgesetzt
  • Schiene für Steuerkette in Zylinder eingeschraubt
  • Zylinderkopf aufgesetzt
  • Nockenwelle durch Steuerkette geschoben und eingelegt. Ist etwas eng da die Kette nicht getrennt war
  • Nockenwelle zu Kurbelwelle ausgerichtet und Nockenwellenlager aufgeschoben. Zur OT Kontolle LiMa installiert (Stator anschließend wieder abgenommen)

Zusammenbau Motor

Nach dem Abholen von Tank und Seitendeckel juckte es in den Fingern weiter voran zu kommen. Ich hatte heute aber nur etwa zwei Stunden Schrauberzeit. Das ist da alles passiert:

  • Gehäuse von den Abklebungen befreit
  • Schaltgabeln mit Stiften, Schaltwalze und Führungsstange eingesetzt und neu versplintet
  • Gangarretierungen montiert
  • Leerlaufschalter montiert
  • Getriebewellen eingelegt
  • Führungsbuchse Kupplungsdruckstange geprüft
  • neuen Simmerring Kupplungsdruckstange eingesetzt
  • Simmerring Ausgangswelle geprüft und eingesetzt
  • Funktion Getriebe überprüft
  • Steuerkettenspannschiene montiert
  • alle Kurbelwellenlager „nach Gefühl“ geprüft, Kurbelwelle eingelegt und Sitz überprüft
  • Sumpffilter montiert und mit Platte und neuer Dichtung  in untere Gehäusehälfte eingesetzt
  • Simmerring Anlasser eingesetzt
  • Anlasserwelle und modifizierten Anlasserfreilauf eingesetzt

Lackierarbeiten 2

Tank und Seitendeckel sind vom Lackierer zurück!

Anmerkung: In original sieht die Arbeit besser aus als auf den Fotos. Der Farbton ist dunkler und hat mehr „Tiefe“. Es ist eine Mehrschichtlackierung aus Basislack, Candylasur und dreifach Klarlack. Das Golddekor ist geklebt. Ich bin gefragt worden, wie man das klebt: die Teile werden mit ganz viel Seifenlauge (Spüli) aus einer Sprühflasche benetzt. Auf dem Wasserfilm lassen sich die aufgebrachten Dekorelemente noch gut verschieben und platzieren. Wenn die finale Position gefunden ist, wird mit einem Rakel das Wasser unter den Klebeelementen verdrängt. Anschließend (drei Tage?) trocknen lassen und danach mit mehreren Schichten Klarlack überlackieren, fertig…

Lack und Kupplung

Nun ist der Lack doch eingetroffen. Die Wartezeit bis dahin habe ich mit der weiteren Reparatur der Kupplung überbrückt. Dazu ist mein Holzamboss zum Einsatz gekommen. Der Alukorb muss mit dem Primärantrieb vernietet werden. Dazu müssen unter den Nieten „schlagfeste“ Auflagen vorhanden sein. Dazu habe ich Bolzen durch das Holz zu den Nieten gebracht. Das ganze wird verschraubt, damit da nix tanzt. Wenn die Bolzen dann auf festem Untergrund stehen, können die Nietköpfe bearbeitet werden. Das ganze ist sicher etwas weicher als ein Stahlambos, doch es geht. Die Kupplung ist nun einbaufertig…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann noch schnell die Lackarbeiten erledigt. Jetzt muss das Zeug durchtrocknen. Am Wochenende beginnt dann der Zusammenbau…

 

 

etwas Leerlauf

Nun, leider habe ich etwas Wartezeit. Die Motorgehäusehälften müssen vor dem Zusammenbau noch mit Klarlack versiegelt werden und da ich das selber machen will habe ich speziellen Klarlack für Motorteile bestellt. Wärmebeständig, öl-, benzin- und UV-beständig. Den Lack gibt es nicht an jeder Ecke und nun warte ich auf die Lieferung. Unterwegs ist sie, aber zum angekündigten Termin nicht erschienen…

Also habe ich die Zeit genutzt und noch ein paar Dinge besorgt sowie einige Kleinigkeiten erledigt. Die bisher noch fehlenden Reduzierbuchsen für die Federbeinaufnahmen sind nun verbaut und die Aufnahme ist nun korrekt und schön mittig. Das hintere Schutzblech hat noch neue Gummibuchsen bekommen. Die alten waren doch sehr ausgeschlagen und das Ding wackelte mir zu sehr. Gerne macht bei der XS auch die eh schon nicht überdimensionierte LiMa schlapp. Grund ist oft ein Wicklungsschluß im Rotor. Die Widerstandsmessung zeigt, dass meiner ist noch ok ist.

Auch habe ich schon mal die Nieten der Kupplungskörbe mit der Flex geöffnet. Naja, der gebraucht erworbene Korb hat sicher schon  ein Leben hinter sich und ist nicht so schön wie meiner (den ich ja leider kaputt gemacht habe; siehe Beitrag Kupplung). Da hat auch schon mal eine gebrochene Feder „gearbeitet“. Er wird aber gehen und ich werde ihn mit meinen nicht verstärkten Federn wieder vernieten.

Dann habe ich noch die „quick + dirty“ Reparatur einer defekten Schwimmerkammer- verschraubung erledigt. Dazu reichte eine hintergesetzte Mutter, die ich nicht in der Kiste hatte und erst besorgen musste. Auf dem Bild sieht man nun auch die passenden Überlaufschläuche.

Zum Schluß gab es auch schon einen „Pulverschutz“ für den Rahmen. Die Pulverbeschichtung soll bei Motoreinbau nicht vermacken.