Die Saison 2021 geht zu Ende

Nun neigt sich die  ’21er Saison dem Ende entgegen und es ist Zeit für ein kleines Fazit. In diesem Jahr sind nur etwas mehr als 3.500 Km auf die Uhr gekommen. Die letzte Tour führte in den Thüringer Wald mit einem Besuch der automobilen welt eisenach.

Bis auf den kleinen Ausfall im Juni gab es keine weiteren technischen Überraschungen. Allerdings drückte sich leider auf der letzten Autobahnetappe wieder etwas Öl aus der Kopfdichtung raus. Nicht viel aber doch leicht nervig. Nun stellt sich noch die Frage nach der Durchsicht für 2022. Jetzt erledigen oder erst Anfang 2022?

Was ist zu tun? Neben einer Standardinspektion braucht die XS neue Reifen. Der Satz BT45 hat 11.000Km hinter sich und ist nun durch. Der Hinterreifen ist noch nicht blank aber etwas „eckig“. Ich fahre wohl zuviel geradeaus. Der vordere Reifen hat noch gleichmäßig 3mm Restprofil dafür aber den üblichen Sägezahn. Das Lenkerflattern, welches sich recht früh einstellte, ist mit zunehmender Laufleistung erstaunlicherweise wieder verschwunden. Dennoch gehen beide runter, da ich für die kommende Saison auf Metzeler Roadtec01 wechseln werde. Hier folge ich unserem Forentest- und -vielfahrer Steffi, der bereits weit über 500.000 Km auf seinem XS Tacho stehen hat.

Und sonst? Ölsiebe checken und entscheiden, ob das synthetische Öl noch weitergefahren werden kann. Auch bin ich mit der Performance des Anlassers nicht zufrieden. Trotz kräftiger AGM Batterie, elektronischem Regler (der den Limastrom beim Starten unterdrückt)  und verbessertem Anlasserfreilauf spurt der Anlasser öfters nicht ein und „rattert rum“. Das habe ich dann wegen der damit verbundenen „Metallverarbeitung“ sein gelassen und kicke weiter. Vielleicht fällt mir da bis 2022 noch etwas ein.

Auch möchte ich für das kommende Jahr noch nach etwas mehr Leistung suchen. Bis Landstraßengeschwindigkeit läuft die XS gut und kräftig. Doch darüber hinaus scheint es an Dampf zu fehlen. Ein 50PS Krad sollte doch locker bis 140Km/h kommen, ohne dass man sich auf den Tank legen muss. Bei 120 auf der Bahn mal flott zum Überholen beschleunigen sollte schon drin sein, ist es aber nicht.  Ab 110 wird es zäh… Da Kompression und Zündzeitpunkt (Innognition) ok sind werde ich nochmal nach den Gasern schauen. Synchron laufen sie und die Nadeln hängen in der dritten Kerbe. Aber vielleicht gehen die Schieber nicht ganz auf oder die Hauptdüsen stimmen nicht. Bisher habe ich nur geschaut, ob die sauber sind. Die Größe habe ich nie kontrolliert.

Bis 2022…

Panne!

Am 2. Juni ging es mit einem Freund am verlängerten Wochenende mit Brückentag über den Schwarzwald in die Vogesen. Auf der Anreise Richtung Heidelberg gab es einen Zwangshalt nach ca. 50Km in Köln Mülheim. Zündaussetzer zwangen mich in die Ausfahrt. Nach einiger Sucherei war der Schuldige gefunden. Ein Schrumpfschlauch zur Isolation der Stromversorgung der elekt. Zündung war gerissen. Das offene Kabel hatte sich dann an Masse angelehnt. Etwas Isolierband beendete den Spuk und die alte mechanische Zündanlage konnte im Tankrucksack bleiben :-). Weiter ging es mit einer halben Stunde Verzögerung.

Es folgte eine schöne Tour und die Erkenntnis, dass der Motor nun wohl wirklich dicht ist…

1. Mai

Heute steht bei kühlem aber auch schönem Wetter eine kleine Tour um die Dhünntalsperre an. Noch zu tun vorher:

  • wiederholt die Kopfschrauben nachziehen bzw. kontrollieren 🙂
  • Reifendruck kontrollieren

Die Kopfschrauben habe ich nun zum dritten Mal nachgezogen. Das erste mal nach 10km. Da gingen noch 45Grad bis manchmal über 90Grad. Das zweite Mal folgte nach weiteren 50Km. Etwa 10-20 Grad konnt ich bis zum Auslösen des Drehmoschlüssels weiterdrehen. Nun nach weiteren 50Km war das dritte Mal dran. Es ging nix mehr. Der Drehmomentschlüssel löste aus ohne dass die Schrauben weiter glitten. Somit alle nochmal in der richtigen Reihenfolge kurz gelöst (Losbrechmoment) und direkt wieder mit auf Endmoment angezogen. Dass werde ich nun in einigen hundert Kilometern noch ein letztes Mal überprüfen. Zur Zeit ist die Kopfdichtung trocken. 🙂

 

2021 läuft…

Nach den kleinen Restarbeiten zum Thema Benzinhähne war heute bei frischen Temperaturen die erste kleine 10 Km Runde fällig. Mehr soll es nicht sein denn ich will früh die Kopfschrauben nachziehen. Dazu ist die XS wieder in die Garage gewandert damit vielleicht morgen bei kaltem Motor nachgezogen werden kann. Das muss dann sicher noch wiederholt werden, bis sich alles gut gesetzt hat. Vielleicht bleibt die Kopfdichtung dann auch dicht…

Zwei vor einen zurück

Heute musste ich mich dann doch mit den Vergasern rumärgern. Beim ersten Startversuch sind beide übergelaufen. Keine große Sache dachte ich. Vergaser wieder ausgebaut, Schwimmerkammern geöffnet und ausgeblasen. Ebenso die Schwimmernadelventile geprüft und gereinigt, sahen gut aus. Dann die Vergaser auf der Werkbank befüllt; dicht. Alles wieder eingebaut; undicht! Vergaser laufen wieder über. Hä??

Vor zwei Jahren hatte ich die Schwimmernadelventile prophylaktisch erneuert. Jetzt habe ich die alten wieder aus der Ecke geholt und eingebaut. Dazu wieder alles raus und wieder rein… dicht! Vorläufig jedenfalls… Teufel!

Also Tank drauf, Seitendeckel dran und Sitzbank eingesetzt, sieht jetzt wieder nach was aus. Beim nächsten Probelauf noch die Zündung abgeblitz, ist top.

Die Probefahrt ist aber kurzfristig ausgesetzt worden. Nicht nur wegen des Wetters sondern hauptsächlich wegen einer leichten Undichtigkeit des rechten Benzinhahns. Der sah schon etwas schmuddeliger aus als der linke. Beim näheren Betrachten viel auf, dass da immer ein Tropfen Benzin dran hängt. Der Hahn ist also nass, wenn er geöffnet ist. Hatte vor zwei Jahren die Dichtringe nicht getauscht denn die sahen noch gut aus. War wohl ein Fehler. Die müssen jetzt erst mal besorgt werden…

 

Erste Zündung 2021!

Heute abend:

  • Auspuffanlage ausgerichtet und verschraubt
  • oberen Motorhalter montiert
  • Batterie eingesetzt
  • Zündanlage angeschlossen und eingestellt
  • Kerzen eingesetzt
  • Brems- und Schalthebel angebaut
  • Fußrasten montiert
  • Öl eingefüllt, iiiihhh, die synthetische Brühe ist ja rot!
  • Vergaser geflutet, gekickt; läuft!

Habe sie nur kurz laufen gelassen, da die Vergaser überliefen. Hatte die nicht mehr geöffnet nach der letzten Saison. Da muss ich zumindest nach den Schwimmernadelventilen schauen.

Fortsetzung folgt…

Frost

Heute wegen der Kälte nur wenig weiter geschraubt. Das ist passiert:

  • Vergaser angebaut
  • Luftfilterkästen montiert
  • Auspuffanlage angebaut aber noch nicht ausgerichtet und festgezogen

 

Weiteres Update

Heute ging es wieder etwas weiter und der Saisonauftakt rückt näher. Wegen niedrigen Temperaturen und auch anderen Aufgaben bin ich heute nicht so weit gekommen wie erhofft. Immerhin ist folgendes passiert:

  • Einbau der Kupplung
  • Einbau Antriebsritzel und Kette
  • beide Seitendeckel montiert und Kupplung „getestet“
  • elektronische Zündanlage und Zündspulen montiert aber noch nicht eingestellt
  • elektronischen Regler montiert. Der alte mechanische verbleibt erst mal an seinem Platz. Der Regler ist eine Neuerwerbung und soll präzise bei 13,8 Volt abregeln und so schonender zur Batterie sein. Auch unterbindet er in der Startphase den Erregerstrom zur Lima. So steht mehr Leistung für den Anlasser zur Verfügung. Mal sehen, ob’s hilft…

Update

Als kleine Feierabendaktion hat der Motor mit etwas Hilfe wieder seinen Platz im Rahmen gefunden.

Reparatur Ventildeckel Teil 2

Heute ist es weiter gegangen: der Motor ist wieder einbaufertig.

  • alle Dichtflächen gereinigt
  • Zylinder, Kopf und Ventildeckel gereinigt
  • Ablagerungen aus Brennraum und von den Kolben entfernt
  • Kolbenringe demontiert, gereinigt und geprüft und wieder eingesetzt
  • Federringe der Ölabstreifringe wieder etwas aufgeweitet
  • Vendildeckel penibel ausgeblasen und Kipphebel wieder verbaut
  • Zylinder und Kopf mit neuen Dichtungen verbaut, Fußdichtung eingeölt
  • vordere Schiene Steuerkette erneuert
  • Nockenwelle eingesetzt (mit einem neuen Lager) und genauestens ausgemittelt
  • Ventildeckel mit roter Dirko Dichtungsmasse aufgesetzt und alle Kopfschrauben festgezogen
  • Ventile eingestellt und mit Deckeln verschlossen
  • Ölsteigleitung montiert
  • Steuerkettenspanner eingesetzt
  • Sieb im Ölsumpf kontrolliert
  • Kupplungsdeckel aufgesetzt zum besseren Handling mit Kickstarter