Die Sitzbank ist fertig

Bevor nun der weihnachtliche Familienmarathon in eine weitere Runde geht konnte ich die Sitzbank „finalisieren“. Der neue Halteriemen wurde mit einer Lochzange durchstoßen und mit neuen Edelstahlschrauben befestigt. Die Schnittkanten wurden mit einer Flamme verschweißt, damit sie nicht ausfransen. Scharniere, Verriegelungshaken und Gummis wieder anbringen und auch die Zierleiste mit den originalen Stiften/Klammern wieder befestigt. Die Stifte und Klammern wurden vorher entrostet und mit neuem Rostschutz versehen. Jetzt ist die Sitzbank einbaufertig. Allerdings ist sie so ziemlich das Letzte, was an die XS angebaut werden wird.

 

 

Sitzbank 2

Nun war vor der Bescherung noch etwas Freiraum für die wichtigen Themen. In der Wohnung ging es weiter mit der Sitzbank. Gestern Abend konnte ich den Bezug bereits über der Sitzbank vorspannen. Dabei halfen der Heißluftfön und Wäscheklammern. Ich hatte zwar spezielle Halteklammern besorgt, doch es zeigte sich, dass die guten alten Holzwäscheklammern besser geeignet waren. Heute dann faltenfrei weiter spannen und auch über die „Haifischzähne“ ziehen. Das ist etwas tricky, einen zweiten Versuch hat man nicht. Wichtig war, dass die Zähne vor dem Beschichten wieder in die Ausgangsposition gebracht waren. Das hatte ich vergessen zu erledigen, konnte aber den Beschichter noch früh genug erreichen, er hat das vor dem Beschichten noch erledigen können. Nachdem alles gespannt war mussten noch die Zähne wieder umgebogen werden. Das ging mit Plastikhammer und Rohrzange mit Schutz ganz gut. Schön, dass die Pulverbeschichtung gehalten hat und nichts abgeplatzt ist. Am schwierigsten war zu meiner Überraschung das Verkleben des Bezugrandes. War ein bisschen Schweinerei… Mit dem Ergebnis bin ich ganz zufrieden auch wenn Polstern nicht mein Hobby werden wird. Halteriemen, Zierleiste, Gummis und Anbauteile folgen später…

Sitzbank

Wie bereits geschrieben hatte der Sitzbankbezug einen Riss und musste erneuert werden. Das war auch gut so denn dadurch konnte ich die Sitzbankplatte direkt mit strahlen und beschichten lassen. Zwischen Platte und Schaumstoff hatte Feuchtigkeit für Rost gesorgt. Die Verklebung des Schaumes ließ sich zum Glück gut von der Platte lösen, den gut getrockneten Schaumstoffkörper werde ich wiederverwenden. Form und Festigkeit sind ok, die Flecken stören nicht. Der Keder, der den Bezug vor dem Einreißen bewahrt wird ebenso wieder benutzt. Heute habe ich nur nach grober Säuberung des Schaumstoffes diesen wieder mit Sprühkleber auf der Grundplatte fixiert. Ein Gewicht sorgt dafür, dass die Platte überall gut anliegt. An den mit Klebeband markierten Stellen wird nach dem Beziehen der Bezug von außen nach innen mit Stiften durchstoßen um die Zieleiste zu befestigen. Diese Positionen würde ich sonst nicht mehr wiederfinden…

Kabelbaum 2 / Federbeine

Die XS hat gerade wegen Weihnachtstrubel etwas Pause. Trotzdem hatte ich Lust auf eine kleine Aktivität: Der neu gewickelte Kabelbaum ist nun wieder an seiner Position. Allerdings habe ich noch nichts angeschlossen oder gar in den Lampentopf gefriemelt…

Auch habe ich noch schnell die Konis eingehangen. So sieht es auch wieder nach was aus. Die Schwinge hatte ich nochmal draußen um noch zwei Distanzscheiben einzusetzen. Passt jetzt besser. Leider ist der Chrom der Federn nicht mehr toll. Da muss irgendwann Ersatz her… Der Aufmerksame sieht, dass die Federbeine unterschiedlich vorgespannt sind und dass der untere Bolzen außermittig sitzt. Da müssen noch Buchsen von 14mm auf 10mm rein. 

weiterer Kleinkram

Heute sind eingebaut worden:

  • Batteriekasten zzgl.  elektrische Komponenten
  • Sitzbankschloss
  • Lenkerhalterungen
  • Cockpitträger mit Zündschloss und Kontrolllampen
  • Lampentopf
  • Übertragung Fußbremse, Bremslichtschalter

Leider ist beim Pulverbeschichten der Gleitlagersitz der Fußbremse mit gepulvert worden. Das erforderte etwas Nacharbeit…

Rohbau

…nun steht der Rohbau. Die XS parkt wieder auf eigenen Füßen.

Haupt- und Seitenständer haben ihren Platz eingenommen und das Lenkkopflager wurde nun mit Lagerfett eingesetzt und eingestellt. Die Tauchrohre bekamen die lästige Alubehandlung; Klarlack abbeizen, von Hand schleifen und anschließend polieren. Auch die Rohre haben ein paar tiefe Macken, die ich nicht vollständig ausgeschliffen habe. Wird ja nicht für´s Museum… Mit den Lampenhaltern ging es für die Rohre dann zurück in die Gabelbrücken. Einige alte Schrauben sind rostig, vernudelt oder einfach nicht mehr schön. Dort, wo die Gesundheit nicht von der Festigkeit der Schrauben abhängt werden neue Edelstahlschrauben benutzt. So kommen sie nicht in der Gabelbrücke und an der Bremsanlage zum Einsatz. Wegen möglicher Kontaktkorrosion verzichte ich auch auf Edelstahlschrauben in Aluteilen.

Die neuen Nadellager fanden mit der Kühlschrank / Heißluft – Methode ihren Weg in die Schwinge. Nachdem die diese mit viel Fett eingesetzt und verschraubt wurde habe ich sie noch mit der Fettpresse „grundgefüllt“. Leider hat das viel zu dünne neue Sicherungsblech schon beim Einbau der Schwinge aufgegeben, so dass das alte zum Einsatz kam.

Ein neues Lenkschloß war auch nötig geworden, da das alte „zickig“ geworden war und massiv klemmte.

 

Zentrieren und Lenkkopflager

Heute gibt es nur ein wenig Fortschritt. Bei Temperaturen um den Gefrierpunkt ist es einfach zu kalt in der Garage. Zwei Dinge gingen aber in der warmen Wohnung.

1. Kegelrollenlenkkopflager: Einsetzen der Lagerschalen in den Rahmen. Dazu hatte ich den schon gestern ins Haus geholt und heute mit dem Heißluftfön noch weiter erhitzt.  Die Schalen kamen aus dem Eisfach und ließen sich mit leichten Schlägen einsetzten. Bei der unteren Gabelbrücke war es umgekehrt. Die Brücke kam aus dem Eisfach und das Lager rutschte erwärmt gut über den Sitz. Wichtig ist, dass vorher der Dichtring richtig eingesetzt war. Zum Test „trocken“ zusammengebaut und Lauf geprüft. Die Fettschlacht findet dann später in der Garage statt. Auf dem Bild sieht man das bereits wieder aufgenietet Typenschild und auch die Gewinde in der Gabelbrücke sind nachgeschnitten…

2. Zentrieren des Vorderrades: 2mm Höhen- und Seitenschlag sind wohl erlaubt, habe mich bemüht jeweils unter 1mm zu bleiben sowie die Symmetrie zu wahren…

Verzinker 3

Nun ist es doch ganz schnell gegangen. Der Galvaniseur hat die Teile noch gefunden und flott in die Trommel geworfen. Es waren ca. 3kg Teile. Nicht alle sind wie neu geworden, muss aber auch nicht. Insgesamt sieht´s doch wieder gut aus. Nur die Maulschlüssel aus dem Bordwerkzeug sind irgendwie ganz pickelig und vernarbt geworden, als wenn sie unter Beschuss gekommen sind…

Hier ein paar vorher – nacher Bilder:

Neuteile

Letzte Woche sind Neuteile von den „üblichen Verdächtigen“ geliefert worden.

Neben einem Haufen Kleinkram wie Gummiteile, Luftfilter, Dichtungen, Sicherungsblechen etc. gab es noch ein neues (Kegelrollen) Lenkkopflager. Das vorhandene ließ schon Laufspuren erkennen, obwohl noch nix zu spüren war. Auch die Nadellager der Schwinge müssen neu. In tadeloser Fettfüllung hatten die Lager auf der Welle gefressen. Auch die Schwinge war beim Ausbau spielfrei und lief leicht; etwas seltsam. Kettensatz, Sitzbankbezug, Speichen kommen ebenfalls neu.

Im Frühjahr hatte die XS bereits eine Bremspumpe mit 14mm von einer SR 500 plus neuem Rep-Satz spendiert bekommen, nachdem die originale Pumpe undicht war. Wegen Narben im Zylinder war die auch nicht mehr zu retten. Natürlich gab es auch Stahlflex Leitungen dazu…

Auf der Wunschliste für Verbesserungen stand dann noch die elektr. Zündanlage Innognition sowie der optimierte Anlasserfreilauf. Den Ingenieurskünsten von Steffi sei Dank!!

Verzinker 2

Gestern nach knapp 2 Wochen per Mail beim Galvaniseur nach dem Stand der Dinge gefragt. Er wollte sich eigentlich nach ein paar Tagen telefonisch melden. Nun die Hammerantwort per Mail; er kann sich nicht wirklich an mich und die Teile erinnern. „…wo haben Sie die Teile abgegeben…?“ Verwechsungsgefahr ausgeschlossen, ist ein Einmann-Betrieb…

Habe ihm die Fotodoku der Teile geschickt… Wenn das mal gut geht.