Lackierarbeiten 2

Tank und Seitendeckel sind vom Lackierer zurück!

Anmerkung: In original sieht die Arbeit besser aus als auf den Fotos. Der Farbton ist dunkler und hat mehr „Tiefe“. Es ist eine Mehrschichtlackierung aus Basislack, Candylasur und dreifach Klarlack. Das Golddekor ist geklebt. Ich bin gefragt worden, wie man das klebt: die Teile werden mit ganz viel Seifenlauge (Spüli) aus einer Sprühflasche benetzt. Auf dem Wasserfilm lassen sich die aufgebrachten Dekorelemente noch gut verschieben und platzieren. Wenn die finale Position gefunden ist, wird mit einem Rakel das Wasser unter den Klebeelementen verdrängt. Anschließend (drei Tage?) trocknen lassen und danach mit mehreren Schichten Klarlack überlackieren, fertig…

Lack und Kupplung

Nun ist der Lack doch eingetroffen. Die Wartezeit bis dahin habe ich mit der weiteren Reparatur der Kupplung überbrückt. Dazu ist mein Holzamboss zum Einsatz gekommen. Der Alukorb muss mit dem Primärantrieb vernietet werden. Dazu müssen unter den Nieten „schlagfeste“ Auflagen vorhanden sein. Dazu habe ich Bolzen durch das Holz zu den Nieten gebracht. Das ganze wird verschraubt, damit da nix tanzt. Wenn die Bolzen dann auf festem Untergrund stehen, können die Nietköpfe bearbeitet werden. Das ganze ist sicher etwas weicher als ein Stahlambos, doch es geht. Die Kupplung ist nun einbaufertig…

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Dann noch schnell die Lackarbeiten erledigt. Jetzt muss das Zeug durchtrocknen. Am Wochenende beginnt dann der Zusammenbau…

 

 

etwas Leerlauf

Nun, leider habe ich etwas Wartezeit. Die Motorgehäusehälften müssen vor dem Zusammenbau noch mit Klarlack versiegelt werden und da ich das selber machen will habe ich speziellen Klarlack für Motorteile bestellt. Wärmebeständig, öl-, benzin- und UV-beständig. Den Lack gibt es nicht an jeder Ecke und nun warte ich auf die Lieferung. Unterwegs ist sie, aber zum angekündigten Termin nicht erschienen…

Also habe ich die Zeit genutzt und noch ein paar Dinge besorgt sowie einige Kleinigkeiten erledigt. Die bisher noch fehlenden Reduzierbuchsen für die Federbeinaufnahmen sind nun verbaut und die Aufnahme ist nun korrekt und schön mittig. Das hintere Schutzblech hat noch neue Gummibuchsen bekommen. Die alten waren doch sehr ausgeschlagen und das Ding wackelte mir zu sehr. Gerne macht bei der XS auch die eh schon nicht überdimensionierte LiMa schlapp. Grund ist oft ein Wicklungsschluß im Rotor. Die Widerstandsmessung zeigt, dass meiner ist noch ok ist.

Auch habe ich schon mal die Nieten der Kupplungskörbe mit der Flex geöffnet. Naja, der gebraucht erworbene Korb hat sicher schon  ein Leben hinter sich und ist nicht so schön wie meiner (den ich ja leider kaputt gemacht habe; siehe Beitrag Kupplung). Da hat auch schon mal eine gebrochene Feder „gearbeitet“. Er wird aber gehen und ich werde ihn mit meinen nicht verstärkten Federn wieder vernieten.

Dann habe ich noch die „quick + dirty“ Reparatur einer defekten Schwimmerkammer- verschraubung erledigt. Dazu reichte eine hintergesetzte Mutter, die ich nicht in der Kiste hatte und erst besorgen musste. Auf dem Bild sieht man nun auch die passenden Überlaufschläuche.

Zum Schluß gab es auch schon einen „Pulverschutz“ für den Rahmen. Die Pulverbeschichtung soll bei Motoreinbau nicht vermacken.

 

Zylinderkopf und Ventildeckel

Folgendes ist heute passiert:

  • Ventile von Ölkohle befreit und gereinigt
  • Ventile eingeschliffen
  • neue Ventilschaftabdichtungen eingesetzt
  • Ventile und Ventilfedern in Zylinderkopf eingebaut
  • Sichtkontrolle Kipphebel, Kipphebelwellen und Nockenwelle
  • Kipphebel in Ventildeckel eingebaut
  • Ventileinstellschrauben noch ohne Kugelköpfe eingeschraubt
  • beide Motorgehäuse zum Lackieren vorbereitet
  • diverse Motorteile überprüft, gereinigt und zum Einbau bereitgestellt
  • Blinkerschalter geöffnet, gereinigt und gangbar gemacht
  • Kaffee gekocht

 

Haus-aufgaben

Heute wäre ein schöner Tag für weiteres Schrauben an der XS gewesen. Doch die ersten milden Temperaturen des Jahres verlangten eine Rollladenreparatur und den Tausch von defekten Türklingeldrückern. Bei der Rolllade brachte die Alterung des Kondensators den Motor im Winter zum Erliegen, ein üblicher Fehler bei Somfy Motoren. Die Klingeln hatten Fehlfunktionen durch Korrosion der Mikroschalter. Hier gab es vom Hersteller eine verbesserte Version. Das durch DIY (do it yourself) gesparte Geld fließt natürlich ins Budget des XS Refresh. 🙂

Keine weiteren Details, nur ein paar Bilder dazu.

Motorteile und anderes

Zuerst das Andere:

Das mit den Stiften aus dem neuen Tankschloß hat natürlich nicht geklappt. Die sind etwas anders geformt und passen nicht. Also die alten Stifte „aufgearbeitet“ und das Zündschloss wieder zusammengesetzt.  Es ist weiter keine Schönheit, funktioniert aber wieder besser. Dann noch den Schließzylinder des neuen Tankdeckels gegen den alte Zylinder getauscht. Damit bleibt es bei nur einem Schlüssel für Zündung, Sitzbank und Tankdeckel. Da ich zur Montage des Zündschlosses die Instrumente auch wieder in der Hand hatte, habe ich mich nochmal mit dem Gummiring beschäftigt, der zwischen dem Tacho (und DZM) und den Bechern montiert ist um die Vibrationen zu dämpfen. Wie bereits geschrieben habe ich einen neuen repro-Ring nicht eingesetzt bekommen, da er etwas zu dick ist. Mit mehr Geduld und Spüli habe ich ihn jetzt doch reingefriemelt. Sieht auch besser aus…

Nach dem Einsetzen der Zündspulen konnte ich die Elektrik unter Strom setzen; Funktionstest bestanden. Dann den Scheinwerfer eingesetzt, ich hoffe, nicht mehr an die Verkabelung ran zu müssen.

Nun ist auch bereits wieder Bremsflüssigleit im System. Fühlt sich aber noch weich an, ist wohl noch etwas Luft drin

 

Heute sind die Motorteile vom Strahler zurückgekommen. Der Zylinder ist dann doch mir Glasperlen gestrahlt worden, der Rest mit „Backpulver“. Alles wurde bereits mit warmem Wasser gründlich gespült und mit Druckluft ausgeblasen. Die Bilder schönen etwas, doch es sieht alles gut aus… Der nächste Step vor der Montage ist das Lackieren der beiden Gehäuseteile mit 2K Motorklarlack…

Aus der Schweiz sind gestern die überarbeiteten Ventileinstellschrauben eingetroffen.

 

 

Zündschloss

Seit ich das Motorrad habe ist das Zündschloss ausgenudelt. Da hat wohl früher jemand mal versucht mit einem Schraubenzieher zu starten. 😉 Hab´s nochmal abgebaut und geöffnet. -> Messingstifte sind verbogen und müssen gerichtet werden. Auch die Blende mit dem Schlitz für den Schlüssel braucht eine „Behandlung“. Da ich einen neuen Tankdeckel aus vermutlich taiwanesischer Nachfertigung inkl. Schloss habe, kann ich davon vielleicht die Stifte übernehmen, wenn der Aufbau gleich ist. Der Tankdeckel bekommt eh den original Schließzylinder. Morgen weiß ich mehr…

Innenleben des Motors

Nun kommen ja bald die Gehäuseteile wieder zurück. Da sollte man vorbereitet sein. So habe ich die Innereien des Motors In Augenschein genommen. Kurbelwellenlager, Pleuellager und Getriebelager laufen leicht und spielfrei. Auch die Kolbenbolzen gehen saugend und spielfrei in die Pleuelaugen. Es gibt auch kein Karies an den Getrieberädern oder anderen Zahnrädern und der Verschleiß an den Schaltgabeln ist minimal. Da brauche ich nichts nachzumessen. Ein Blick in die Ölpumpe und das Zerlegen dieser brachte auch keine Überraschung. Damit der Motor auch innen schön ist habe ich die Kolben von der Ölkohle befreit . Sieht alles inkl. der Ringe tadellos aus. Stoßspiel mess´ ich, wenn die Zylinder wieder da sind. Auch beim Verschleißmaß der Kolben erwarte ich keine Überraschung. Alle Simmerringe werden bis auf den des Anlassers und den der Schaltstange weiter verwendet.

Die Betrachtung des Zylinderkopfes folgt später. Aber auch hier war bei der Demontage nichts aufgefallen. Nockenwelle und Kipphebel sahen gut aus.

Ab zum Strahler

Eben sind die Motorenteile im Strahlbetrieb gelandet. Pflichtprogramm ist das Entlacken des Gehäuseoberteils. Das kann ich mit „Haus- , bzw. Garagenmitteln“ nicht anständig hinkriegen. Das zu verwendende Strahlmittel ist, wie schon geschrieben, Natriumhydrogencarbonat. Damit sollte der Lack runter gehen ohne die Aluoberfläche zu verändern. Gehäuseunterteil sowie Zylinderkopf und Ventildeckel werden auch damit gestrahlt um eine saubere und gleichmäßige Oberfläche zu erreichen. Der Zylinder hingegen ist wohl aus einer anderen Legierung und mit der Zeit fies dunkel angelaufen. Hier hat der Strahler die Freigabe erhalten auch Glasperlen einzusetzen, wenn die Backpulvervariante nicht den aufhellenden Erfolg bringt. Der Zylinder ist problemlos von den „bösen“ Glasperlen zu reinigen. Bei den anderen Teilen ist das nicht der Fall, deswegen gab es ein „Glasperlenverbot“. Reste dieses Strahlguts im Motor sorgen mit Sicherheit für einen ordentlichen Schaden, zumal die XS keinen Feinfilter im Ölkreislauf besitzt… Wer seinen Motor komplett mit Glasperlen strahlen lassen will sollte diesen leer zusammenbauen und komplett und vollständig abgedichtet zum Strahler bringen…

Übermorgen soll es fertig sein, bin mal gespannt…

Verschiedenes

Heute war mal etwas mehr Zeit und die Temperaturen gingen auch in Ordnung. Der Tag bestand im wesentlichen aus Reinigen der Gehäusehälften und anderer Motorteile. Das Entfernen der Dichtungsreste ist dabei meine „Lieblingsarbeit“. Als „Montageständer“ diente wieder eine Getränkekiste… Leider musste auch noch ein Gewinde für den Ölsumpfdeckel repariert werden. Hatte aber alles dafür am Start.

Dann habe ich noch den Rücklichtträger getauscht und (Achtung nicht original!!!) LED Miniblinker hinten montiert. Die Ochsenaugen sind vielleicht „cool“, sehen kann man die Dinger aber nur sehr eingeschränkt. Habe das zwar immer berücksichtigt und ab und zu auch mit Handzeichen unterstützt. Doch die Rückmeldungen zu den Ochsenaugen waren immer miserabel so dass ich mich zum Upgrade durchgerungen habe. Für die Montage musste ich mir einen basteln. Sie sollten auf jeden Fall wieder an den Originalplatz des Rücklichtträgers. Schöner wäre dezent etwas unterhalb der Sitzbankt. Allerdings ist das mit Gepäck nicht zu machen. In ein auf Maß abgelängtes Alurohr M8 Gewinde geschnitten und in Gummi in den Rücklichtträger geschoben. Die Blinker konnten dann eingeschraubt werden. Das Alurohr brauchte aber noch einen Ausgang für die Verkabelung.

Da der Anlasser mit dem modifizierten Freilauf wieder öfter eingesetzt werden wird habe ich den E-Motor geöffnet und geprüft. Außer reinigen war da nichts weiter nötig.