Panne!

Am 2. Juni ging es mit einem Freund am verlängerten Wochenende mit Brückentag über den Schwarzwald in die Vogesen. Auf der Anreise Richtung Heidelberg gab es einen Zwangshalt nach ca. 50Km in Köln Mülheim. Zündaussetzer zwangen mich in die Ausfahrt. Nach einiger Sucherei war der Schuldige gefunden. Ein Schrumpfschlauch zur Isolation der Stromversorgung der elekt. Zündung war gerissen. Das offene Kabel hatte sich dann an Masse angelehnt. Etwas Isolierband beendete den Spuk und die alte mechanische Zündanlage konnte im Tankrucksack bleiben :-). Weiter ging es mit einer halben Stunde Verzögerung.

Es folgte eine schöne Tour und die Erkenntnis, dass der Motor nun wohl wirklich dicht ist…

1. Mai

Heute steht bei kühlem aber auch schönem Wetter eine kleine Tour um die Dhünntalsperre an. Noch zu tun vorher:

  • wiederholt die Kopfschrauben nachziehen bzw. kontrollieren 🙂
  • Reifendruck kontrollieren

Die Kopfschrauben habe ich nun zum dritten Mal nachgezogen. Das erste mal nach 10km. Da gingen noch 45Grad bis manchmal über 90Grad. Das zweite Mal folgte nach weiteren 50Km. Etwa 10-20 Grad konnt ich bis zum Auslösen des Drehmoschlüssels weiterdrehen. Nun nach weiteren 50Km war das dritte Mal dran. Es ging nix mehr. Der Drehmomentschlüssel löste aus ohne dass die Schrauben weiter glitten. Somit alle nochmal in der richtigen Reihenfolge kurz gelöst (Losbrechmoment) und direkt wieder mit auf Endmoment angezogen. Dass werde ich nun in einigen hundert Kilometern noch ein letztes Mal überprüfen. Zur Zeit ist die Kopfdichtung trocken. 🙂

 

2021 läuft…

Nach den kleinen Restarbeiten zum Thema Benzinhähne war heute bei frischen Temperaturen die erste kleine 10 Km Runde fällig. Mehr soll es nicht sein denn ich will früh die Kopfschrauben nachziehen. Dazu ist die XS wieder in die Garage gewandert damit vielleicht morgen bei kaltem Motor nachgezogen werden kann. Das muss dann sicher noch wiederholt werden, bis sich alles gut gesetzt hat. Vielleicht bleibt die Kopfdichtung dann auch dicht…

Zwei vor einen zurück

Heute musste ich mich dann doch mit den Vergasern rumärgern. Beim ersten Startversuch sind beide übergelaufen. Keine große Sache dachte ich. Vergaser wieder ausgebaut, Schwimmerkammern geöffnet und ausgeblasen. Ebenso die Schwimmernadelventile geprüft und gereinigt, sahen gut aus. Dann die Vergaser auf der Werkbank befüllt; dicht. Alles wieder eingebaut; undicht! Vergaser laufen wieder über. Hä??

Vor zwei Jahren hatte ich die Schwimmernadelventile prophylaktisch erneuert. Jetzt habe ich die alten wieder aus der Ecke geholt und eingebaut. Dazu wieder alles raus und wieder rein… dicht! Vorläufig jedenfalls… Teufel!

Also Tank drauf, Seitendeckel dran und Sitzbank eingesetzt, sieht jetzt wieder nach was aus. Beim nächsten Probelauf noch die Zündung abgeblitz, ist top.

Die Probefahrt ist aber kurzfristig ausgesetzt worden. Nicht nur wegen des Wetters sondern hauptsächlich wegen einer leichten Undichtigkeit des rechten Benzinhahns. Der sah schon etwas schmuddeliger aus als der linke. Beim näheren Betrachten viel auf, dass da immer ein Tropfen Benzin dran hängt. Der Hahn ist also nass, wenn er geöffnet ist. Hatte vor zwei Jahren die Dichtringe nicht getauscht denn die sahen noch gut aus. War wohl ein Fehler. Die müssen jetzt erst mal besorgt werden…

 

Erste Zündung 2021!

Heute abend:

  • Auspuffanlage ausgerichtet und verschraubt
  • oberen Motorhalter montiert
  • Batterie eingesetzt
  • Zündanlage angeschlossen und eingestellt
  • Kerzen eingesetzt
  • Brems- und Schalthebel angebaut
  • Fußrasten montiert
  • Öl eingefüllt, iiiihhh, die synthetische Brühe ist ja rot!
  • Vergaser geflutet, gekickt; läuft!

Habe sie nur kurz laufen gelassen, da die Vergaser überliefen. Hatte die nicht mehr geöffnet nach der letzten Saison. Da muss ich zumindest nach den Schwimmernadelventilen schauen.

Fortsetzung folgt…

Frost

Heute wegen der Kälte nur wenig weiter geschraubt. Das ist passiert:

  • Vergaser angebaut
  • Luftfilterkästen montiert
  • Auspuffanlage angebaut aber noch nicht ausgerichtet und festgezogen

 

Weiteres Update

Heute ging es wieder etwas weiter und der Saisonauftakt rückt näher. Wegen niedrigen Temperaturen und auch anderen Aufgaben bin ich heute nicht so weit gekommen wie erhofft. Immerhin ist folgendes passiert:

  • Einbau der Kupplung
  • Einbau Antriebsritzel und Kette
  • beide Seitendeckel montiert und Kupplung „getestet“
  • elektronische Zündanlage und Zündspulen montiert aber noch nicht eingestellt
  • elektronischen Regler montiert. Der alte mechanische verbleibt erst mal an seinem Platz. Der Regler ist eine Neuerwerbung und soll präzise bei 13,8 Volt abregeln und so schonender zur Batterie sein. Auch unterbindet er in der Startphase den Erregerstrom zur Lima. So steht mehr Leistung für den Anlasser zur Verfügung. Mal sehen, ob’s hilft…

Update

Als kleine Feierabendaktion hat der Motor mit etwas Hilfe wieder seinen Platz im Rahmen gefunden.

Reparatur Ventildeckel Teil 2

Heute ist es weiter gegangen: der Motor ist wieder einbaufertig.

  • alle Dichtflächen gereinigt
  • Zylinder, Kopf und Ventildeckel gereinigt
  • Ablagerungen aus Brennraum und von den Kolben entfernt
  • Kolbenringe demontiert, gereinigt und geprüft und wieder eingesetzt
  • Federringe der Ölabstreifringe wieder etwas aufgeweitet
  • Vendildeckel penibel ausgeblasen und Kipphebel wieder verbaut
  • Zylinder und Kopf mit neuen Dichtungen verbaut, Fußdichtung eingeölt
  • vordere Schiene Steuerkette erneuert
  • Nockenwelle eingesetzt (mit einem neuen Lager) und genauestens ausgemittelt
  • Ventildeckel mit roter Dirko Dichtungsmasse aufgesetzt und alle Kopfschrauben festgezogen
  • Ventile eingestellt und mit Deckeln verschlossen
  • Ölsteigleitung montiert
  • Steuerkettenspanner eingesetzt
  • Sieb im Ölsumpf kontrolliert
  • Kupplungsdeckel aufgesetzt zum besseren Handling mit Kickstarter

Reparatur Ventildeckel

Im Laufe der Woche sind die Ersatzteile eingetroffen und heute habe ich mich an die Arbeit gemacht. Die meiste Zeit geht für das Reinigen der Teile drauf. Das defekte Gewinde sollte eigentlich mit einer Gewindebuchse repariert werden. Das einzig optimale Rep-Set von Würth war mir allerdings erheblich zu teuer. So ist es wieder die Drahtschlange V-Coil von Völkel geworden. Ließ sich gut verarbeiten und wird sicher halten.

Nun ein Erklärungsversuch, wie es zum Schaden kommen konnte; ich hatte vor zwei Jahren den Motor offen und da waren die Gewinde ok. Habe nun nachgemessen und festgestellt, dass die Originalgewinde nicht sehr tief sind. Die Hohlschraube stößt sehr früh unten an. Vielleicht hatte ich zu dünne Kupferscheiben verwendet, so dass nicht wirklich Druck auf die Ölleitung kam und Nachziehen der Schrauben das Gewinde gestresst hat weil die Schraube schon unten anstößt. Kann das sein? Steile These? Vielleicht, doch eine andere Erklärung habe ich nicht…
War unsicher und habe mich entschieden beide Seiten mit Coils zu versehen und tief genug zu bohren…